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16.11.2007

Thermaltake CPU-Kühler Review



Thermaltake Sonic Tower V2


Anfangs waren es nur winzige Kühler, die eine "starke" CPU kühlen konnten. Mit der Zeit mussten diese Kühler wachsen und zusätzlich aktiv belüftet werden. Inzwischen sind die Kühler so groß, das unter bestimmten Voraussetzung auch ein passiver Betrieb möglich ist. Da die Nachfrage nach leiseren Rechnern immer weiter steigt, hat Thermaltake sich mit diesem Thema beschäftigt. Das Ergebnis ist der Sonic Tower, den wir in der zweiten Version vorliegen haben.

Die 55 Kühllamellen pro Seite bestehen komplett aus Aluminium, die 3 Heatpipes und der gesamte Kühlerboden dagegen aus Kupfer. Hier wird gerne behauptet, der Sonic Tower hätte 6 Heatpipes. Diese Aussage ist jedoch falsch, es sind gesamt 3 U-förmige Heatpipes. Die Verarbeitung des Materials selbst wäre als gut einzustufen, jedoch fühlt sich das Aluminium qualitativ eher durchschnittlich an.

Jeweils außen an den beiden Kühltürmen lässt sich mithilfe der mitgelieferten Lüftermontage ein 120mm Lüfter anbringen. Ob es nötig sein wird einen Lüfter zu montieren, muss erst noch geprüft werden.


Lieferumfang


- Sonic Tower V2
- Bedienungsanleitung
- Befestigungsmaterial für diverse Sockel
- Befestigungsmaterial für 120mm Lüfter
- Wärmeleitpaste
- Backplate für Retention Modul


Sonic Tower V2   Sonic Tower V2



Technische Daten


Sockel 754, 775, 939, AM2
Geräuschentwicklung passiv
Volumenstrom passiv
Abmessung (BxHxT) Kühlkörper: 112mm x 150m x 112mm
Drehzahl passiv
Gewicht 692g



Sonic Tower V2   Sonic Tower V2



Montage


Beim Montieren auf einem Sockel AM2 Board, werden einige sicherlich laut ausschnauben. Denn, der Kühler wird nicht mittels Retention Modul befestigt, sondern verschraubt. Dazu ist eine spezielle Backplate nötig, dessen Schraubengänge extra flach angefertigt wurden, damit sie im montierten Zustand nicht aus dem Mainboard herausragen. Dies ist nötig, da der Kühler sonst nicht fest sitzen würde und auf und ab wackeln würde. Etwas aufwändig finden wir, aber der Kühler sollte so wenigstens fest sitzen. Leider ergab sich auch schon das nächste Problem. Die beiden Schrauben, um den Kühler auf dem Mainboard festzuziehen, lassen sich nicht ganz reindrehen und klacken beim Drehen mit dem Schraubenzieher ständig eine Gewindeumdrehung heraus. So sitzt der Kühler zwar relativ fest, jedoch könnte er sich mit der Zeit weiter lockern. Auch das zweite paar Schrauben, das im Lieferumfang dabei ist, verursacht das gleiche Problem. Ursache hierfür ist das Gewinde an den Klammern selbst, das minimal zu groß für die Schrauben ist, so dass diese bei hohem Druck durchrutschen. Wenn dies passiert, werden die M3 Schrauben leider unbrauchbar, denn das Gewinde ist dann beschädigt. Hier sollte Thermaltake dringend nachbessern. Wir empfehlen jedem, von unten eine Mutter gegen zu schrauben. So haben auch wir das Problem gelöst.

Auch die Befestigung für einen Lüfter ist im Lieferumfang. So kann bei Bedarf an einer der beiden Außenseiten ein 120mm Lüfter montiert werden. Jedoch sollte man dies vorher wissen, da das Befestigungsmaterial in den Kühler je oben und unten geschraubt werden muss und dies nur im ausgebauten Zustand möglich ist. Bei welcher Montagevariante der Lüfter am effektivsten arbeitet, werden wir noch herausfinden müssen.


Sonic Tower V2   Sonic Tower V2



Kühlung / Lautstärke


Leider hat es für den Passivbetrieb nicht gereicht. Unsere CPU (AMD Athlon 64 X2 5000+ 89W) wurde zu heiß und das System wurde automatisch heruntergefahren. Allerdings dürfte der Sonic Tower mit kleinen CPU's keine großen Probleme haben. Aus diesem Grund werden wir wieder unseren Yate Loon Lüfter zum Einsatz bringen.
Auch wenn der Kühler Probleme bei der Montage macht, ist die Temperatur erstklassig. Bei voller Leistung schafft der Sonic Tower zusammen mit dem sehr leisen Yate Loon Lüfter die Temperatur auf 32,2 °C zu halten, was wirklich beachtlich ist. Selbst der Referenzkühler von AMD schafft es nicht an die Kühlleistung des Sonic Tower's heranzukommen und produziert dabei auch noch einen gewaltigen Krach, was beim Sonic Tower keineswegs der Fall ist. Auch bei 7V arbeitet der Yate Loon so leise, dass er nur schwer wahrzunehmen ist. Der Sonic Tower kühlt dei CPU jedoch trotzdem auf 33,3 °C. Dieser Wert ist ebenfalls sehr gut. Zu unserer Überraschung, ist selbst die 5V-Leistung sehr gut. Mit nur knapp 37 °C unter Last ist das Ergebnis einmalig. Vor allem wenn man beachtet, dass vom Lüfter bei 10cm Abstand kaum mehr was zu hören ist.

Wir haben den Yate Loon Lüfter testweise in der Mitte der beiden Türme (Sandwich) platziert und ein zweites mal außen. Die Außenmontage erwies sich jedoch als die Bessere, zwar war der Temperaturunterschied bei 12V mit 0,3 °C uninteressant, jedoch hatten wir bei 7V eine Temperaturverbesserung von 2,7 °C und bei 5V wiederum 2,3 °C. Viele bevorzugen die Sandwich-Montage des Sonic Towers, da die Temperatur auf diese Weise verbessert werden soll, jedoch ist dies nicht der Fall. Denn, wäre es so, würde Thermaltake an entsprechender Stelle Bohrungen durchführen, um einen Lüfter in der Mitte anbringen zu können.


Thermaltake Sonic Tower V2 5V Load 7V Load 12V Idle 12V Load dB gem. dB sub. Raumtemp.
37,5 °C 33,3 °C 25,6 °C 32,2 °C 35,1 / 36,2 / 43,0 1 / 1- / 2- 20,6 °C

AMD Referenzkühler             5V Load 7V Load 12V Idle 12V Load dB gem. dB sub. Raumtemp.
52,1 °C 42,7 °C 26,6 °C 36,4 °C 37,4 / 42,0 / 54,7 2+ / 3 / 5 20,2 °C


- dB gem. = Lautstärke in dB, gemessen mit Voltcraft SL-200 (A-Bewertungskurven). Der erste Wert steht für 5V, der Zweite für 7V und der dritte Wert für 12V.

- dB sub. = Lautstärke subjektiv beurteilt. Bewertet wird nach dem Schulnoten-System, wobei 1 für nicht wahrnehmbar und 6 für extrem laut steht. Die erste Note steht für 5V, die zweite Note für 7V und die dritte Note für 12V.

- dead = Das System wurde heruntergefahren, da die CPU heißer als 70°C wurde.

- still = Der Lüfter läuft bei der aktuellen Voltzahl nicht an.






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